Monatsarchiv für März 2007

Jodhpur, Agra und andere Wochenendtrips

Donnerstag, den 22. März 2007

Die letzten Wochen bestanden vor allem aus einem: lange Arbeitstage und etwas Wochenende (kommt wahrscheinlich vielen bekannt vor…) Daneben gab es ein paar Ueberraschungen, gute Buecher und den kleinen Luxus fuer zwischendurch.

Aber der Reihe nach: Jodhpur, die blaue Stadt war sehr entspannend, etwas ruhiger als Delhi (was bei weitem nicht schwer ist). Die Fotos sollten einen kleinen Eindruck geben.

Vorletztes Wochenende waren Stefan und Ich erneut unterwegs, dieses Mal allerdings zusammen mit Daniela und Stefan, 2 weiteren Deutschen, die wir beim allmonatlichen Stammtisch vom DAAD kennen gelernt haben.

Das Taj Mahal ist echt schoen, quasi eine begehbare Postkarte. Nur im Vergleich zu den normalen Lebenshaltungskosten mit 700 Rs. ein echter Wucher. Aber die Betreiber wissen, genau wie jeder der zoegert, zu zahlen: “Man is ja nur einmal da…” Wenn man bedenkt, dass Agra sonst nichts zu bieten hat, koennen die Anwohner echt ueber diese Einnahmen froh sein. Aber das wird leider alles fuer die Instandhaltung verwendet. Wenn wir mal von dem ganzen Touristentrara drumherum absehen, also eigentlich eine ehrliche Sache.

Am letzten Samstag waren wir bei Tobias und Johannes, um dort das von Johannes (mit)entwickelte Spiel “Das Ende des Triumvirats” zu testen. Und es ist echt gut, auch wenn wir verloren haben…

Danach waren wir beim Geburtstag von Steffi, der Angestellen der Konrad-Adenauer-Stiftung, und trafen dort wieder quasi alle Deutschen, die sich so in Delhi und Umgebung rumtreiben. Dort beschlossen wir dann auch, am naechsten Morgen bei Daniela zu Brunchen. D.h. uebernachten bei Tobias und Johannes, mitgebrachte Haferflocken und Bananen schnappen, und dann dort frische Ananas, Pfannkuchen, Nutella und andere Leckereien verdruecken.

Danach ging es weiter mit Tobias und Stefan ins Schwimmbad, unter freiem Himmel in der Sonne ein paar ruhige Bahnen ziehen und die Sonne geniessen. So laesst sich ein Sonntag, besonders beim spuerbar nahen Sommer wirklich aushalten.

Die Ueberraschung der letzten Zeit: Uwe und Abi sind wieder aus Diu und Umgebung, von der Motorradtour zurueck, d.h. wir haben wieder einen 3. Mitbewohner.

Waehrrenddessen laesst dier erwartete Mitbewohner Nr. 4, Claus noch auf sich warten, da die Impfempfehlungen seiner Aerzte im Bezug auf Tollwut und Jap. Encephalitis seinen Abflugtermin nach hinten verschieben.

Aber so schnell, wie die Zeit hier immer noch vergeht, is er ja quasi schon da…

Happy Holi!

Dienstag, den 6. März 2007

Schon wieder eine Woche zu Ende, die Zeit rast also immer noch…

Waehrend die Woche nicht allzu viele Besonderheiten zu bieten hatte, gabs dieses Wochenende dafuer die ganze Packung. Genauer, die Farbpackung.

Warum? Nun, so langsam wird es hier Fruehling (d.h. das Thermometer steigt endlich ueber 25 Grad, jujhu!). Und das will gefeiert werden: und das nach Indischem Brauch vor allem BUNT.

D.h. jeder hier, egal ob kleines oder grosses Kind, hatte sich einen Beutel mit einer leuchtenden Regenbogenfarbe besorgt, um damit seinen Kollegen im Office, Familienmitgliedern oder Mit-Passanten mal so richtig schoen durch das Gesicht zu wischen. “Happy Holi”

Der Spass begann schon ein wenig am Freitag, fand dann am Sonntag seinen Hoehepunkt im eigentlichen Feiertag Holi. Da wir (Stefan und ich) allerdings schon am Samstag von unseren guten Kollegen im Office (und den netten, suessen, [verwoehnten? nein!] Kindern aus der Nachschaft  kraeftig be”holi”t  wurden, machten wir es uns  auf dem Dach gemuetlich, um das lustige Treiben aus sicherer Entfernung zu beobachten.

“Ja ja, die Weicheier” werdet ihr jetzt denken, aber ihr muesst die 100% Chemie Rosa Farbe ja auch nicht von der Haut und aus den Haaren bekommen…

Fotos habe ich leider keine, aber wenn ihr mal den Freund Google fragt, wisst ihr wie sowas aussieht.
Und wenn ihr euch jetzt denkt

“Was ist das denn fuer ein komisches Fest, wo sich die Leute mit Farben beschmieren?”,

frage ich zurueck

“Was ist das fuer ein komisches Fest, wo die Leute durch das Gebuesch laufen, um nach Eiern zu suchen, die dort ein Hase versteckt hat, nachdem er sie auch noch bunt angemalt hat?”