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Was bist denn Du für ein Typ?

6. April 2008 von Björn Klose Tags: , ,

“Das Wissen ist Kind der Erfahrung” - Leonardo Da Vinci

Who am I - stock.xchngWas weißt Du über dich selbst? Gut, je nach Alter mag man einiges an Lebenserfahrung gesammelt haben, gute und schlechte Zeiten durchlebt. Ab und an vielleicht sogar in sich gegangen sein, um das Leben zu reflektieren.

Aber kann man deshalb sagen: Ich weiß, wer ich bin.

Eine Abkürzung zur Selbsterkenntnis verspricht das psychologische Feld der Typologie. Wenn auch bereits eine sehr alte Disziplin, findet sie in den Zeiten des Internets neuen Anklang. Im Folgenden möchte ich die sog. Myers-Briggs-Typologie genauer vorstellen.

Auf Basis der Arbeit von Carl Gustav Jung wurde ein System entwickelt, mit den sich das Temperament eines Menschen definieren lässt. Durch eine Auffächerung in 4 Ebenen mit je 2 Tendenzen gibt es eine Gesamtmenge vom 16 Typen, zu denen weitreichende Beschreibungen ausgearbeitet wurden.

Um zu seiner eigenen Einstufung zu gelangen, gibt es verschiedene kostenlose Tests im Internet, die den Typ und teils auch die Gewichtungen der einzelnen Ebenen liefern.

Ich bin über den Test bei Humanmetrics.com auf das Thema aufmerksam geworden. Dieser liefert nach der Beantwortung von 72 Ja/Nein-Fragen ein spannendes Ergebnis (inklusive Gewichtung) und weiterführende Links zum ermittelten Profil. So lässt sich z.B. auch ein historisches Vorbild finden, mit dem man Eigenschaften gemeinsam haben kann.

Eine stark verkürzte Variante findet sich auf Egoload.de. Hier wird auf Basis von nur einer Einschätzung zu den jeweiligen Ebenen eine Entscheidung getroffen. Das Ergebnis ist eine andere Nomenklatur als im amerikanischen Original, dafür jedoch mit mehr Ausrichtung auf die Internet-Community. So kann man nach dem Test gleich sein Ergebnis mit in sein MySpace-, Facebook-Profil und dergl. mitnehmen. Ziel ist hier nicht zuletzt der Aufbau einer eigenen, typbasierenden Community.

Da es auch zu der Beziehung der verschiedenen Typen zueinander viele Ausarbeitungen gibt, wird hier der Versuch unternommen z.B. im Liebesleben die Partnersuche zu erleichtern.

Sag mir wer Du bist, und ich sag Dir ob Du zu mir passt (Beispiel).

Kritiker mögen an dieser Stelle bereits mehrere Einwände formuliert haben:

Sind das wissenschaftliche Methoden? Nein, die Ergebnisse sind nicht falsifizierbar. Schon Jung selbst hat den Anspruch abgelehnt, ein vollständiges Framework für jedermann geschaffen zu haben.

Ist das nicht alles ein bisschen sehr esotherisch?  Na klar. Letzten Endes liest sich vieles wie ein Horoskop. Vor allem besteht aber die Gefahr,  die bestehenden Aussagen unkritisch zu glauben.

Warum sollte ich mich denn dann damit beschäftigen? Es gibt ja nicht zu verlieren. Meine Erfahrung ist, dass vieles verblüffend genau zutrifft. Und falls nicht, hat man immer noch etwas zu lachen.

Nun aber die Antwort auf die spannendste Frage: Was bin ich für ein Typ?

Ich bin ein verlässlicher Realist (sagt Egoload) bzw. ein INTJ. In der Fachliteratur auch “Mastermind” oder “The Scientist” genannt.

Und was bist Du?

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