RSS

weniger ist mehr

13. Januar 2009 von Björn Klose Tags:

eigentlich wollte ich hier nun meine Friendfeed-Badge einbinden, aber da macht Wordpress nicht mit.Ein Grund mehr, für eine Weile  die Blog-Aktivität einzustellen.Da ich mir momentan so gut wie nie die Zeit für echtes Blogging nehme, bin ich in letzter Zeit recht zufrieden mit der Umstellung auf LifeStreaming gestartet.Wer die aktuellen Aktivitäten von mir im Web verfolgen möchte, kann mein Profil bei Friendfeed besuchen, und entweder den gesamten Stream oder einzelne Services abonnieren. Die Konsolidierung meiner digitalen Methoden geht weiter,  mehr dazu demnächst bei Friendfeed.Ich freue mich auf Rückmeldung zu dieser Entscheidung, egal auf welchem Medienkanal. 

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Was bist denn Du für ein Typ?

6. April 2008 von Björn Klose Tags: , ,

“Das Wissen ist Kind der Erfahrung” - Leonardo Da Vinci

Who am I - stock.xchngWas weißt Du über dich selbst? Gut, je nach Alter mag man einiges an Lebenserfahrung gesammelt haben, gute und schlechte Zeiten durchlebt. Ab und an vielleicht sogar in sich gegangen sein, um das Leben zu reflektieren.

Aber kann man deshalb sagen: Ich weiß, wer ich bin.

Eine Abkürzung zur Selbsterkenntnis verspricht das psychologische Feld der Typologie. Wenn auch bereits eine sehr alte Disziplin, findet sie in den Zeiten des Internets neuen Anklang. Im Folgenden möchte ich die sog. Myers-Briggs-Typologie genauer vorstellen.

Auf Basis der Arbeit von Carl Gustav Jung wurde ein System entwickelt, mit den sich das Temperament eines Menschen definieren lässt. Durch eine Auffächerung in 4 Ebenen mit je 2 Tendenzen gibt es eine Gesamtmenge vom 16 Typen, zu denen weitreichende Beschreibungen ausgearbeitet wurden.

Um zu seiner eigenen Einstufung zu gelangen, gibt es verschiedene kostenlose Tests im Internet, die den Typ und teils auch die Gewichtungen der einzelnen Ebenen liefern.

Ich bin über den Test bei Humanmetrics.com auf das Thema aufmerksam geworden. Dieser liefert nach der Beantwortung von 72 Ja/Nein-Fragen ein spannendes Ergebnis (inklusive Gewichtung) und weiterführende Links zum ermittelten Profil. So lässt sich z.B. auch ein historisches Vorbild finden, mit dem man Eigenschaften gemeinsam haben kann.

Eine stark verkürzte Variante findet sich auf Egoload.de. Hier wird auf Basis von nur einer Einschätzung zu den jeweiligen Ebenen eine Entscheidung getroffen. Das Ergebnis ist eine andere Nomenklatur als im amerikanischen Original, dafür jedoch mit mehr Ausrichtung auf die Internet-Community. So kann man nach dem Test gleich sein Ergebnis mit in sein MySpace-, Facebook-Profil und dergl. mitnehmen. Ziel ist hier nicht zuletzt der Aufbau einer eigenen, typbasierenden Community.

Da es auch zu der Beziehung der verschiedenen Typen zueinander viele Ausarbeitungen gibt, wird hier der Versuch unternommen z.B. im Liebesleben die Partnersuche zu erleichtern.

Sag mir wer Du bist, und ich sag Dir ob Du zu mir passt (Beispiel).

Kritiker mögen an dieser Stelle bereits mehrere Einwände formuliert haben:

Sind das wissenschaftliche Methoden? Nein, die Ergebnisse sind nicht falsifizierbar. Schon Jung selbst hat den Anspruch abgelehnt, ein vollständiges Framework für jedermann geschaffen zu haben.

Ist das nicht alles ein bisschen sehr esotherisch?  Na klar. Letzten Endes liest sich vieles wie ein Horoskop. Vor allem besteht aber die Gefahr,  die bestehenden Aussagen unkritisch zu glauben.

Warum sollte ich mich denn dann damit beschäftigen? Es gibt ja nicht zu verlieren. Meine Erfahrung ist, dass vieles verblüffend genau zutrifft. Und falls nicht, hat man immer noch etwas zu lachen.

Nun aber die Antwort auf die spannendste Frage: Was bin ich für ein Typ?

Ich bin ein verlässlicher Realist (sagt Egoload) bzw. ein INTJ. In der Fachliteratur auch “Mastermind” oder “The Scientist” genannt.

Und was bist Du?

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Was heißt denn eigentlich einfach?

18. November 2007 von Björn Klose Tags: , ,

gestapelte Steine - Zen bei SXC.hu“Man soll die Dinge so einfach wie möglich machen, aber nicht noch einfacher.”
Albert Einstein

Alles ist schwierig heute: Wenn ich im Supermarkt Saft kaufen will, hab ich die Wahl zwischen 20 verschiedenen Sorten, im TV mindestens 30 Sender zur Auswahl und im Kleiderschrank mindestens 40 verschiedene Kleidungs-Kombinationen. Die Qual der Wahl trifft uns, wo wir gehen und stehen.

Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt, egal was wir tun. Den Überblick zu behalten ist quasi unmöglich. Ständig fordern uns neue Trends zu mehr Konsum auf.

Doch wozu das ganze? Wollen wir uns von dieser Flut an (ungenutzen) Möglichkeiten erdrücken lassen? Nein.

Der Ausweg: Grenzen setzen

Stop - AuswegUnser Gehirn ist leistungsfähig und belastbar, aber unsere Wahrnehmung und unser Gedächtnis filtern kräftig, damit wir nicht von Reizen überflutet werden.

Eine Konsequenz davon ist, das wir bei mehr als 7 Elementen gleicher Art schnell den Überblick verlieren.

Um es uns selbst und dem Kopf also etwas einfacher zu machen, sollten wir daher versuchen, in unserem Handeln bewusst überschaubare Grenzen zu setzen.

Diese Herangehensweise wir z. B. als “Haiku Productivity” beschrieben.

Ein Haiku ist eine japanische Gedichtform, die mit nur sehr wenigen Silben und Worten auskommt. Die Folge: Jedes einzelne Element gewinnt an Bedeutung und wird ganz bewusst genutzt.

Dabei sind in der Anwendung auf die eigene Produktivität keine absoluten Zahlen vorgegeben, die Entscheidungen sind jedem selbst überlassen.

Leben mit Limit

Ein sehr prominentes Beispiel aus der Blogosphäre sind die sogenannten MITs. Man wählt am Abend eines jeden Tages eine kurze Liste von nur 3 Most Important Tasks, die man im Laufe des nächsten Tages erledigen will. Der erste wird bereits vor 11 Uhr am Tag erledigt, sodass die anderen beiden folgen können.

Durch diesen Fokus auf das Wesentliche gelingt es, keinen Tag ohne Erfolgserlebnis zu beenden.

Des weiteren gibt es vielerorts den Vorschlag, nur 2mal am Tag Emails abzurufen. Durch die gebündelte Abarbeitung der Mails wird der Tag nicht von der Informationsflut bestimmt und die Zeit für wichtige Dinge frei gehalten.
Mehr über diesen Ansatz findet sich bei Tim Ferriss (dem Autor von “The 4-Hour-Workweek”), eine deutsche Einführung zum Thema gibt es bei schweizweit.net.

Eine etwas verrücktere Idee ist die sog. 100 Things-Challenge: Ziel ist es, seine persönlichen Besitztümer auf unter 100 zu reduzieren. Der Rest wird verkauft, verschenk oder auf andere Art zu einem besseren Nutzen geführt.

Doch nicht jedes Ziel lässt sich in einfache Zahlen packen:

Informations-Diät - Schluss mit schlechten Nachrichten

Die Schlagzeilen - Frisch aus der Presse auf SXC.huIch habe es in letzter Zeit z.B. versucht, meinen Konsum von Nachrichten absolut zu minimieren.

Warum? Nicht weil ich ignorant oder nicht politisch interessiert bin, sondern weil ich mir der negativen Auswirkungen von Nachrichten in den Medien bewusst bin. Mal ehrlich, wann gab es das letzte Mal eine wirklich gute Nachricht? Abgesehen von der Vergabe der Nobelpreise an die richtigen Leute.

Mindestens 90 Prozent aller Informationen über andere Menschen sind negativ, da jeder versucht seinen Neid oder seine eigenen Mängel durch die Fehler anderer zu überspielen.

Um also ein positiver Mensch zu bleiben, entziehe ich mich der Miesmacherei, und wähle meine Informationsquellen nur ganz bewusst und gezielt: Statt mich berieseln zu lassen von Talkshows und Sensationsreportern bekomme ich meine Informationen direkt und kompetent in meinem RSS-Reader geliefert.

Und wenn etwas wirklich wichtiges in der Welt passiert, erzählt mir jemand davon.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wenn Du es einfach willst, setz dir Grenzen.

Mehr zum Thema Informations-Diät gibt es in auf der Seite von ChangeThis, einem großartigen Angebot.

Mehr dazu folgt bald. Genau hier.

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Ideen müssen verbreitet werden

11. November 2007 von Björn Klose Tags: , ,

TED - ideas worth spreading Gestern war ich bei den Feuerspuren 2007, einem jährlichen Erzählfestival hier in Bremen. Nach einer Reihe spannender Geschichten endete die Veranstaltung mit den Worten: “Geschichten leben davon, dass sie erzählt werden”

Das selbe gilt sicher für Ideen. In den Zeiten des Internets werden wir jedoch von so vielen Informationen bombadiert, dass es schwer ist die Juwelen zu finden.

Ein solches Juwel ist die Webseite TED.com, auf der jede Woche neue Vorträge interessanter Menschen veröffentlich werden.

TED steht für “Technology, Entertainment, Design” und unter diesem Motto treffen sich einmal im Jahr in Monterrey, Kalifornien 1000 einflussreiche und innovative Menschen zu einer exklusiven Konferenz und Vortragsreihe.

Unter den Teilnehmern und Sprechern finden sich Anthony Robbins, Malcolm Gladwell, Bill Clinton und viele mehr.

Neben den spannenden Inhalten der Vorträge sind viele Sprecher auch gute Vorbilder für eigene Präsentationen. So zeigt Hans Rosling in seinem Vortrag “New insights on poverty and life around the world” wie man auf Basis vieler Fakten einen dennoch interessanten und unterhaltsamen Vortrag gestalten kann.


Die Themen und Teilnehmer sind sehr weitreichend, und man findet immer wieder neue und innovative Vorträge.
Einiger meiner Favouriten finden sich hier.

Ich finde es immer wieder spannend, Vorträge von Autoren zu sehen, deren Bücher ich bereits gelesen habe.

2 besonders empfehlenswerte Bücher der selben sind:
Das Power-Prinzip von Anthony Robbins
The Tipping Point von Malcolm Gladwell (ich habs auf englisch gelesen)

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Wie bleibt mein Computer sicher?

4. November 2007 von Björn Klose Tags: , , ,

Beinahe so lange wie es Computer gibt, existieren auch Fehler und Lücken in Programmen, die uns die Arbeit erschweren wollen. In den Zeiten des Internets sind vor allem äussere Einflüsse immer schwerer zu kontrollieren. Da Windows als Flickenteppich bekannt ist, gilt es, mögliche Sicherheitslöcher zu stopfen.

Prävention: Windows Updates und Boardmittel

Im folgenden gehen wir von einem installierten Windows XP System aus (das legal erworben wurde). Grundvorraussetzung für ein funktionierendes Windows sind die regelmäßig erscheinenden Sicherheitsupdates. Diese und weitere Funktionen lassen sich über die Systemsteuerung finden. Der Punkt “Automatische Updates” liefert den folgenden Einstellungsdialog:

Windows XP - Automatische Updates

Für die einfachste Handhabung ist der erste Auswahlpunkt “Automatisch” sinnvoll. So werden im Hintergrund Updates, also wichtige Neuerungen, direkt geladen und installiert - Internetverbindung vorrausgesetzt. (Die Detailfassung von Microsoft gibt es natürlich auch)

Nachdem über die Update-Funktion alle aktuell klaffenden Löcher gestopft sind, findet sich in der Systemsteuerung das sog. “Sicherheitscenter”. Hier bekommt man einen schnellen Überblick der aktiven Schutzmaßnahmen des Computers.

Windows XP - Sicherheitscenter

Der Idealfall zeigt 3 grüne Lampen.

Prävention: Firewall - “Du kommst hier nicht rein”

Die sog. Firewall (~Feuerwand) reguliert die Zugriffe von anderen Anwendern und Programmen auf unseren PC. Wie beim Türsteher wird hier entschieden, wer oder was rein oder raus darf, sodass Hacker und andere Eindringlinge kaum Chancen haben.

Während Windows XP inzwischen über eine eingebaute Firewall verfügt, bevorzuge ich das Programm ZoneAlarm, das über mehr Einstellungen verfügt. Es ist ein verschiedenen Versionen erhältlich, darunter auch eine kostenlose Variante. Da diese auf der offiziellen Homepage jedoch etwas versteckt ist, findet man die aktuelle Version am einfachsten über eine Google Suche nach “Zonealarm”.

Zonealarm - Personal Firewall

Nach der Installation von ZoneAlarm meldet sich dieses fortan immer, wenn ein Programm versucht, eine Verbindung ins Internet herzustellen. So lässt sich genau kontrollieren, welche Anwendung “nach Hause telefonieren” will. Die Fragedialoge mögen etwas lästig sein, aber die gewählten Einstellungen lassen sich dauerhaft speichern. So ist nach einer kurzen Lernphase für das Programm der Zugang zum Netz wesentlich sicherer.

Prävention: Anti-Virus Programm

Neben den sog. Hackern gibt es vor allem in Form von Email-Anhängen und Datei-Downloads immer noch eine Menge Viren und Trojaner. Diese kleinen Programme können für viel Chaos sorgen, indem sie (je nach Typ) massenhaft Emails versenden, Dateien löschen oder sogar den PC ganz lahm legen.

AntiVir - Anti-Virus Software

Eine (ebenfalls kostenlose) Lösung hierfür bietet AntiVir, eine Anti-Virus- Software mit leichter Handhabung und vielen Funktionen. Nach der Installation zeigt ein kleines Regenschirm-Symbol rechts unten am Bildschirm den aktiven Schutz des Systems an.

Wie auch für Windows selbst, ist es bei beiden o.g. Programmen wichtig, dass diese aktuell bleiben. Damit AntiVir die neusten Viren finden kann, möchte es regelmäßig eine Erkennungs-Datei herunterladen. Diese Aktivität ist unerlässlich, und kann daher mit der Firewall erlaubt werden.

Problembehebung: Systemscan

Nachdem nun die Zukunft des PC gesichtert ist, wenden wir uns den bestehenden und teils unbekannten Problemen des PCs zu. Zunächst führen wir mit AntiVir einen Scan des kompletten Systems durch, um vorhande Viren zu finden.

Doch neben den Viren gibt es noch kleinere und schwierigere Probleme, die AntiVir nicht auffallen: Für diesen Zweck gibt es spezielle Programme, die noch tiefer im System forsten.

Spybot - Search and Destroy, Allzweckwaffe

Ein schweizer Taschenmesser für diese Fälle ist Spybot - Search & Destroy. Das Programm dient zur Suche nach bestehenden Problemen durch Werbesoftware oder -module (Überprüfen) und ermöglicht den Schutz des Internet Explorer vor Fremdzugriffen (Immunisieren). Da sehr viele Eindringlinge über den Internet Explorer auf das System gelangen, ist auch dieser Schritt sehr empfehlenswert.

Eine Alternative zu den Unsicherheiten des Internet Explorer bietet Firefox, ein freier und sehr gut erweiterbarer Browser.

Detaillierte Informationen zu Firefox finden sich bald hier, also dranbleiben :-)

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Wie macht Google eigentlich Geld?

27. Oktober 2007 von Björn Klose Tags: , ,

Google - Auf gut Glück!Der Name ist wohl kaum noch für jemanden ein Fremdwort: Google.
Inzwischen gilt das Wort “googeln” synonym für die Websuche und selbst der Duden erkennt das an.

Alles fing (wie so üblich) in einer Garage in den USA an, als es sich 2 junge Studenten zur Aufgabe machten, die Inhalte des Internets für jeden auffindbar zu machen. Aus der Passion wurde mit steigenden Nutzerzahlen schnell ein Fulltime-Job. Doch etwas fehlte: Das Geld, um die steigenden Ausgaben für Hardware, Strom und weitere Mitarbeiter zu zahlen. Während andere Anbieter ihre Suchergebnisse auf Wunsch von Geldgebern neu sortierten, blieb Google dem Motto “don’t be evil” treu und begann, neben den Suchergebnissen Anzeigen zu schalten.

Das Besondere: Die Anzeigen sind auf die Suchanfrage angepasst. Wenn ich also nach dem Stichwort “Mikrowelle” suche, erhalte ich neben regulären Ergebnissen wie Wikipedia und Co. auch jede Menge Anzeigen (im oberen Bereich [gelb] und rechts). Da die Anzeigen inhaltlich aber ebenfalls relevant sind, machen viele Nutzer keinen Unterschied, wenn sie auf eines der Werbeergebnisse klicken.

Google - Geldmaschine

Für Google ist dieser Unterschied jedoch groß: Sobald ein Nutzer auf eine der Anzeigen klickt, wird diese Aktion registriert, und der Anzeigende zahlt einen winzigen Betrag an Google. Da Google jedoch Marktführer unter den Suchmaschinen ist und täglich allein in den USA rund 90 Millionen Suchanfragen an Google gestellt werden, wird schnell klar: Dank der Größe und Verbreitung von Google summieren sich die Cent-Beträge einzelner Anzeigen-Klicks schnell auf (im letzten Jahr lag der Gesamt-Umsatz bei gut 10 Milliarden US-Dollar).

Doch die Anzeigen neben den eigenen Suchergebnissen (sog. AdWords) sind nur eine Seite der Medaille: Da die Technologie für das Analysieren von Inhalten immer weiter entwickelt wurde, ist Google heute in der Lage, ganze Texte zu analysieren, und dafür passende Stichwörter (und somit Anzeigen) auszugeben. Die als AdSense bezeichnete Technik findet auf den Seiten vieler Online-Publikationen Einsatz, da in diesem Fall auch der Webseitenbetreiber profitiert: Statt großen blinkenden Bannern, die vom Inhalt ablenken, finden sich heute sehr häufig die subtileren und von Aussehen und Inhalt angepassten (kontextsensitiven) Anzeigen. Davon profitieren auch die Betreiber der Webseiten, denn sie verdienen bei jedem Klick mit (Ein Beispiel von Adsense im Einsatz).

Die Auswirkungen sind besonders für “Die Kleinen” im Web groß: Jeder unabhängige Journalist, Blogger oder Forenbetreiber kann sich durch den Einsatz von AdSense ein Zubrot verdienen, während sich auf Grund der (Publikums)Größe keine “klassischen” Werbepartner finden würden.

Und auch auf der anderen Seite gibt es viele Gewinner: Durch die Fixierung auf bestimmte Stichwörter und die geringen Kosten ist es auch kleinen Unternehmen möglich, potenzielle Kunden zu erreichen.

Google AdSense - die Summe der Teile

Doch der Hauptgewinner steht schon lange fest: Google selbst. Als Betreiber dieses milliardenschweren Werbe-Marktplatz profitiert das große G an allen Fronten.

Um die Maschine am laufen zu halten, werden von Google Hilfstools für Werbetreibende und Webseitenbetreiber angeboten, die es beiden ermöglichen, ihren eigenen Umsatz noch weiter zu steigern.

Inwischen erobert Google auch weitere Marktsegmente: Neben Experimenten mit Radio- und TV-Werbung ist vor allem der Kauf von YouTube ein Schritt in eine (finanziell) sichere Zukunft, da bald auch das Schalten von kontextsensitiver Video-Werbung funktioniert.

Eine ausführliche Erzählung über die Geschichte von Google findet sich im Buch The Google Story, das inzwischen auch auf Deutsch erhältlich ist (Die Google-Story) und viele Hintergrundinfos, Anekdoten und Blicke hinter die Kulissen liefert.

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Blogs und Feeds lesen mit Google Reader

21. Oktober 2007 von Björn Klose Tags: , , ,

Google Reader - LogoNach der allgemeinen Einführung zu Feeds folgt nun eine genauere Einführung zur Benutzung von Google Reader.

Browser-basierende Software

Bei diesem Programm handelt es sich im Prinzip um eine einfache Internetseite, die jedoch durch eine Menge an technischem Schnickschnack (ich spare mir das Fachchinesisch) ein recht großes Funktionsspektrum bietet.

Somit lässt sich der Service mindestens so gut bedienen, als ob man sich vorher ein Programm herunterladen und installiert hätte. Nur eben geht es hier direkt aus dem Browser.

“Installation”

Vorraussetzung für die Nutzung des Google Reader (GReader) ist ein Google Account, mit dem man dann auch die vielen weiteren Services von Google nutzen kann. Dafür braucht man (wie so oft) eine beliebige Email-Adresse, ein kreatives Passwort und gibt seinen Standort an, damit das große G weiß, welche Sprache man spricht, und in welcher Zeitzone man lebt.
Nachdem man die Richtigkeit seiner Email bestätigt hat, kann es auch schon losgehen:

Die erste Testfahrt

Google Reader - Erste Abos
Da wir noch keine Inhalte haben, wählen wir probeweise das News-Paket aus. Automatisch entsteht ein neuer Ordner mit den 8 vorgeschlagenen Feeds.

Ansichtssache

Google Reader verfügt über 2 Ansichten: Liste oder Erweitert.

Google Reader - Listenansicht
In der Listen-Ansicht kann man schnell einen Überblick über die Neuigkeiten gewinnen, und die interessanten Artikel nacheinander lesen …

Google Reader - Erweiterte Ansicht
… während die erweiterte Ansicht das schnelle Durchblättern (mit den Tasten n und p) und komplette Durchlesen einfacher macht.

Weitere Abos hinzufügen

Oberhalb der Aboliste lässt sich jederzeit ein neuer Feed / eine neue Webseite hinzufügen. Somit kann man jede Webseite, die einen Feed hat, über den Google Reader lesen.

Am Beispiel dieses Blogs sieht das ganze dann in etwa so aus:

Google Reader - Abo hinzufügen

Tips für Fortgeschrittene

Mit einem Klick auf “Abonnements verwalten” landet man in den Einstellungen des Google Readers.

Google Reader - Einstellungen

Hier lassen sich die Feeds löschen, in andere Ordner verschieben und die Startseite auswechseln. Somit kann man zum Beispiel den Ordner “News” als Startpunkt definieren, um so noch schneller auf dem Laufenden zu sein.

Ok, bis hier ist das ja alles schon ganz nett: Aber einer der größten Vorteile von Google Reader befindet sich unter der Haube: nahezu alle Funktionen sind über Tastaturkürzel verfügbar.

Die wichtigsten davon:

  • n = nächster Artikel
  • p = vorheriger Artikel
  • o = öffnen/schließen (wenn man durch die Listenansicht wandert)
  • STRG + a = Alle Artikel als gelesen markieren

Ein einfaches Drücken der Taste “?” auf der Tastatur (SHIFT + 0) liefert eine Legende aller vorhandenen Funktionen. Und wenn die nicht reicht, gibt es auch noch eine Dokumentation und Hilfe.

Natürlich helfe ich auch gerne mit Tips und Tricks weiter: Also fleissig kommentieren :-)

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Blogs abonnieren - Feed und Feedreader

14. Oktober 2007 von Björn Klose Tags: , , ,

Blogs lesen kann sehr viel Spaß machen, jedoch ist es etwas umständlich, immer wieder die ganzen Internetseiten aufzurufen, um zu sehen, was es so neues gibt. Um dieses Problem zu umgehen, stelle ich hier eine Methode vor, mit der man viele Blogs lesen kann, ohne viel Aufwand dafür zu betreiben.

Wer in letzter Zeit nach einem Thema in einer Suchmaschine wie Google gesucht hat, ist möglicherweise schon öfters auf Blogs gestoßen, mal bewusst und mal unbewusst. Doch woran erkennt man ein Blog (abgesehen vom inflationären Verwenden des selben Begriffes)? Oft sind es die kleineren Dinge, in diesem Fall das sog. Feed-Symbol. Auch wenn es nicht ausschließlich bei Blogs vorhanden ist, wird es in diesem Rahmen sehr häufig genutzt. Diese Technik ist auch unter dem Namen RSS bekannt, was für “real simple syndication” also etwa “sehr einfache Weiterleitung” steht.

Das Feed Symbol

Was ist ein Feed?

Postkasten (Quelle: SCX.hu)Ein Feed ist vergleichbar mit dem Abo einer Zeitung: Man kann immer wieder auf die Seite surfen, und schauen was sich getan hat, oder bekommt jede Ausgabe direkt “ins Haus” geliefert. Genauso wie einmal am Tag die Zeitung im Briefkasten landet, wenn es eine neue Ausgabe gibt, kann man benachrichtigt werden, sobald es neue Einträge auf einer Internetseite gibt. So kann man die Einträge von sehr vielen Internetseiten bequem an einem zentralen Platz sammeln, dem so genannten Feedreader. Dort sammeln sich die aktuellen Beiträge an, bis man sich einen Überblick über dieses digitale Postfach macht, um die interessanten Artikel zu lesen.

Was kann ein Feedreader?

Grob betrachtet kann man einen Feedreader mit einem Email-Programm vergleichen. Ich habe einen Postkasten, und bekomme immer wieder die Artikel zugeschickt. Diese werden nach Herkunft und Erscheinungszeit geordnet, und lassen sich einzeln aufrufen und lesen.

Das Angebot an Feedreadern ist wie bei vielen Computerprogrammen schier unerschöpflich, daher nur eine grundsätzliche Bemerkung: Man kann 3 Arten von Reader-Programmen unterscheiden:

  1. Desktop-Programme: Genau wie einen Browser, ein Textverarbeitungsprogramm oder einen Email-Dienst kann man sich auch einen Feedreader auf dem Computer installieren.
  2. Browser-Funktionen: Die beiden großen Browser, Internet Explorer 7 und Firefox unterstützen das Abonnieren von Feeds in gewissem Rahmen, eine kurze Anleitung dazu findet sich z.B. hier.
  3. Internetseiten: Die aus meiner Sicht beste Variante (für Vielleser) bieten Online-Services wie Bloglines, Netvibes oder auch Google Reader.

Als bekennender Fan der Google Produkte ist mein persönliches Tool der Google Reader, der dank seiner umfangreichen Funktionen eigentlich alle Wünsche erfüllt. Über den Umgang mit Google Reader werde ich demnächst ebenfalls einen detailierteren Artikel verfassen. Einen detailierteren Artikel zur Benutzung von Google Reader findet ihr hier.

Wer sich jetzt fragt, warum ausgerechnet Google - die Suchmaschinenfirma - solche neuartigen Produkte entwickelt, sollte ebenfalls dran bleiben. Bald gibt es auch mehr dazu.

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Blogs - Power to the People

14. Oktober 2007 von Björn Klose Tags: ,

Als Auftakt dieser neuen Webseite gibt es eine Art Grundlagen-Artikel: Für manch einen schon ein alter Hut, für viele nicht viel mehr wert als Hohn und Spott. Die Rede ist von Blogs.

Was ist ein Blog?

Ein Weblog - oder kurz Blog - ist eine Internetseite, die von einer und mehreren Personen betreut wird, und sich in regelmäßigem Abstand mit neuen Beiträgen einem bestimmten Thema widmet. Ob das nun die Probleme im Job, mit dem Ex oder ernstere Themen sind: der Autor hält seine persönliche Meinung selten zurück und sorgt damit Teils für rege Diskussionen unter seinen Lesern. Das besondere: Die Leser können selbst jeden veröffentlichen Artikel kommentieren.

Somit bietet ein Blog nicht nur jeder und jedem eine global erreichbare Bühne im Netz, sondern liefert auch noch die Diskussionsmöglichkeiten hinzu.

Was bedeuten Blogs?

Seit dem Beginn der Blogs in den USA - damals primär als private Journale genutzt - ist die Anzahl dieser Art von Internetseiten in den letzten Jahren rapide angestiegen. Inzwischen gibt es nahezu zu jedem Thema und in zig Sprachen Blogs, von 13jährigen bis zu etablierten Großunternehmen scheint jeder dem Trend folgen zu wollen.

Die Folgen dieser Explosion von Meinungsmachern - und solchen die es werden wollen - sind vielfältig: In den USA werden immer wieder kleine politische Skandale durch die Recherchen (semi-)professioneller Blogger ausgelöst. In Birma ist die letzte international wahrnehmbare und unabhängige Stimme die eines Bloggers.

Während also die Meinungsfreiheit scheinbar überall vom Aufkommen der Blogs profitiert, da die Berichterstattung zu nahezu allem immer breiter und tiefer wird (vgl. Berichte zum iPhone in Amerika), ergibt sich nur ein großes Problem: Wenn quasi jeder (und noch sein Hund) einen eigenen Blog hat, ist es für uns Normalsterbliche quasi unmöglich, aus dieser MASSE an Informationen die Juwelen herauszupicken, und dann auch noch immer wieder zu polieren.

Doch es gibt einige Strategien, mit denen sich das Angebot zumindest einigermaßen gut nutzen lässt. Einige dieser Möglichkeiten werde ich im Lauf der kommenden Wochen vorstellen. Vorher wollen wir jedoch noch eine Frage klären:

Warum Blogs lesen?

Warum sollte man sich in das Dickicht der sog. Blogosphäre begeben? Die Tageszeitung sagt mir doch schon, was in der Welt los ist! Und wenn ich Einblick in die Privatsphäre anderer Menschen will, schau ich beim Nachbarn ins Fenster oder meiner Schwester ins Tagebuch…! Und wenn ich im Internet bin, sagt mir Google doch, wo ich lang muss…

Aus meiner Sicht hat das Lesen von Blogs einige große Vorteile:

  • Fokus: Jeder gute Blog handelt von einem Thema, und betrachtet dieses so genau und ausführlich, wie es kaum eine Zeitung machen kann. Der Grund: Während eine Zeitschrift nicht genug Leser für ein Thema finden würde, stehen dem Blogger alle Nutzer, die seine Sprache beherrschen, als potenzielle Leser zur Verfügung.
  • Leidenschaft: Viele Blogger schreiben vor allem, weil sie ein tiefes Interesse für ihre Themen hegen, d.h. sie richten sich nicht nach den Vorgaben des Vorgesetzten, sondern berichten authentisch, und oft direkt von der Basis
  • Aktualität: Auf Grund der Nähe zum Thema und des Wegfalls der lokalen Grenzen im “normalen” Mediengeschäft, bekommt man die neusten Meldungen oft schneller als über einen der großen Meidenkanäle (egal ob Print oder TV)
  • Netzwerke: Durch die Vielzahl von Links in Blog-Artikeln findet man sehr oft weitere Artikel und Quellen, die nicht angegeben werden, weil der Autor dafür Geld bekommt, sondern weil er sie für ebenfalls hilfreich hält. Und damit liegt er oft richtig!
  • Interaktivität: Durch die Kommentare der Leser wird ein Artikel oft noch inhaltlich ergänzt, es kommen weiter Links zu mehr Inhalten vor, und der Dialog mit dem Autor ist ebenfalls möglich

Überzeugt? Dann fangen wir an: Blogs abonnieren

Natürlich gilt auch hier bei mir: Fragen, Anregungen, Wünsche, Grüße, Tomaten? Kommentar schreiben :-)

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Willkommen!

7. Oktober 2007 von Björn Klose

Lange Zeit hat es gedauert, nun ist es endlich soweit: meine beiden neuen Webseiten sind offiziell online!

Während ich auf bjoernklose.de über meine Arbeit und vielleicht auch ein bisschen Privates berichte, möchte ich mich auf helpplus.de anderen wichtigen Themen widmen.

Der Untertitel “Tips und Tricks für ein einfacheres Leben” fasst es schon gut zusammen: in regelmäßigem Rahmen möchte ich mich hier verschiedenen Themen des Lebens und Alltags widmen. Natürlich geht es dabei um das Internet, und die vielen großartigen Möglichkeiten, die es uns bietet. Aber auch Bücher werden ihren Platz finden, interessante Personen werden vorgestellt, innovative Ideen präsentiert.

Warum das ganze? Ich lerne für mein Leben gern, aber möchte auch einen Teil davon weiter bzw. zurückgeben. Und hier ist die Plattform.

Also auf gehts.

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